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Verlegen von Trennwänden.

Trennwände haben, im Gegensatz zu Tragwänden, keine Konstruktionsfunktion und stützen nicht das Gewicht der Decken. An sich müssen sie gar nicht vorhanden sein und dem Gebäude würde nichts fehlen. Trennwände haben jedoch eine andere wichtige Funktion – sie formen den Innenraum, was wiederum dazu führ, dass das Gebäude oder die Wohnung die Bauvorschriften erfüllt.

Das Verlegen von Trennwänden scheint im Gegensatz zum Bau des Turms von Babel eine unkomplizierte Geschichte zu sein. Leider ist es aber nicht eine ganz so einfache Tätigkeit, wie es dem Anschein nach ist.

Das Verlegen oder Abreißen einer Trennwand muss, selbst wenn deren Vorhandensein keinen grundlegenden Einfluss auf die Beständigkeit der Gebäudekonstruktion hat, mit einem Konstrukteur besprochen werden. Das beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass nicht immer alle Änderungen, die während des Hausbaus durchgeführt wurden, in der Dokumentation enthalten sein müssen und daher kann eine Beschauung des gegenständlichen Umbaugegenstandes vor Ort notwendig sein. Des Weiteren sei gesagt, dass selbst wenn der Konstrukteur uns bestätigt, dass wir die ungewollte Wand ohne Probleme beseitigen können, wir einen Fachmann für deren Demontage beauftragen sollten. Es kann sich nämlich herausstellen, dass diese so solide gebaut wurde, dass deren Demontage die Gebäudekonstruktion und die Beständigkeit der Tragwände beschädigen kann.

Und wenn es um den Neubau von Wänden geht, dann ist das Vorgehen vor allen Dingen von der Materialart abhängig, mit der wir die Wand errichten wollen. Falls die Wand eine niedrige Trennwand in Leichtbauweise aus Gips-Karton-Platten werden soll, können wir deren Bau dem sprichwörtlichen Schwager anvertrauen. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass die Wand nicht ganz im Lot steht (was natürlich nichts mit der Tatsache zu tun hat, dass unser Schwager auch nicht mehr ganz gerade steht, weil er sich das traditionelle „Baubierchen“ zu Gemüte gezogen hat), gibt es hier keinen großen Schaden. Schlimmstenfalls ist man verärgert und die familiären Verhältnisse sind geknickt.

Falls die Wand jedoch etwas solider werden soll, also aus einem schwereren Material gebaut werden soll, sollte der Bau einem Fachmann anvertraut werden und vor allem sollte er - ähnlich wie beim Abriss einer alten Wand - mit einem Konstrukteur besprochen werden. Diese solideren Materialien sind normalerweise Glasbausteine oder andere volle Trennwände, die bereits eine sehr beträchtliche Masse haben. In einem solchen Fall kann es dazu kommen, dass wenn die Wand an einer ungeeigneten Stelle errichtet wird, die Decke im Raum unter uns überlastet wird.

 

Unabhängig von der Materialart, mit der wir die neue Wand erbauen, ist es von enormer Wichtigkeit, wie die neue Wand mit der Decke verbunden wird. Und so dürfen gemauerte Wände nicht stumpf an die Decke angeschossen werden, da es im Falle von Durchbiegungen zu Rissen in der Wand kommen kann. Daher ist es eine gute Praxis einen ca. 3 cm weiten Abstand zwischen der Decke und der Wand zu belassen und diesen mit einem elastischen Material auszufüllen – z. B. PUR-Schaumstoff. Im Fall von Wänden aus Gips-Karton-Platten werden meistens Abdichtungen in Form von Schaumstoffbänder aus Polyethylen oder aus Mineralwolle verwendet.